FAKTEN & ZAHLEN

Unerfüllter Kinderwunsch: Fakten

Ein unerfüllter Kinderwunsch stürzt Paare nicht selten in psychische Probleme

Völlig unbegründet sind jedoch Selbstzweifel, mit denen Männer und Frauen zu kämpfen haben. Vor allem dann, wenn betroffene Paare andere Paare mit ihren Babys sehen, kommen Fragen nach dem „Warum gerade ich?“ hoch. Noch schlimmer: Männer und Frauen sehen sich oft als nicht vollwertig an.

Allgemeines und Statistiken

Solche Zweifel sind zwar verständlich, aber völlig unbegründet. Statistiken belegen eindeutig, dass sich ein nicht erfüllter Kinderwunsch quer durch alle Gesellschaftsschichten zieht. Und noch etwas wird durch Statistiken belegt: Der Geburtenrückgang in Deutschland ist nicht auf Unfruchtbarkeit von Frauen und Männern zurückzuführen, sondern ein gesellschaftliches Problem.

Hohe Erfolgsquote innerhalb von zwölf Monaten

Statistiken zum Kinderwunsch

Da die Erfolgsquote einer Schwangerschaft in Deutschland bei gesunden Paaren im Monat nur bei 25 Prozent liegt, erkennt man, dass zum Kinderkriegen auch eine gehörige Portion Glück gehört. Klappt es beim ersten, zweiten oder dritten Mal nicht, ist dies wahrlich kein Grund zu verzweifeln. Bei 85 Prozent aller Paare werden die „Bemühungen“ innerhalb eines Jahres von Erfolg gekrönt sein.

Wann sollte man den Arzt konsultieren?
Paare, die nach Ursachen suchen, sollten – so wird empfohlen – nach sechs Monaten bei älteren, zwölf bei jüngeren Frauen erfolglosen Monaten ihre Ärzte aufsuchen. Fruchtbarkeitsstörungen kommen durchschnittlich bei einem von sieben Paaren vor. Dies gilt auch Frauen, die bereits ein Kind haben und überraschenderweise trotz intensiver Bemühungen kein zweites bekommen. Nur bei einigen wenigen Frauen kann man von einer objektiven Unfruchtbarkeit sprechen.

Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen
Hierzu einige Zahlen die belegen, dass die Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch auch bei Männern liegen können. Die Statistiken beweisen dies: Bei Männern und Frauen gleichermaßen liegen die Ursachen bei rund 30 Prozent, bei weiteren 30 Prozent liegen Ursachen bei beiden Partnern, nur in zehn Prozent aller Fälle gibt es keinen ärztlichen Befund.

Besonders betroffen sind Frauen die Probleme mit ihrem Zyklus haben, dieses Problem kann sich durchaus auf den Eisprung auswirken. In einem solchen Fall sollten Frauen noch früher ihren Frauenarzt aufsuchen, dafür gibt es Behandlungen mit sehr guten Erfolgsaussichten.

Fruchtbarkeit ist auch eine Frage des Alters

Am fruchtbarsten ist eine Frau etwa im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Danach reduziert sich die Fruchtbarkeit Schritt für Schritt, aber nicht bei allen Frauen gleichermaßen. Im Vergleich zu einer 25-jährigen Frau reduziert sich die Fruchtbarkeit einer 35-jährigen Frau um rund 50 Prozent und bei einer Frau über 40 Jahren auf zehn Prozent. Das heißt, je älter eine Frau ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Fruchtbarkeitsstörung kommen kann. Was für die Frauen gilt, gilt im Prinzip auch für Männer: Je älter ein Mann, umso mehr reduziert sich die Zahl der Spermien, und die Aktivität der Samenzellen geht ebenfalls zurück.

Grundsätzlich gilt: Niemals aufgeben und sich in Geduld üben
Um sich einen Kinderwunsch zu erfüllen, dürfen Paare nie aufgeben. Nicht immer ist der erste Behandlungsweg auch der erfolgreiche. Geduld ist gefragt! Fruchtbarkeitssymbole, wie man sie doch immer wieder in deutschen Schlafzimmern findet, helfen auch nicht weiter. Es ist bei ausbleibendem Erfolg eher ratsam eine zweite ärztliche Meinung einzuholen. Ursachen und Wirkung einer ausbleibenden Schwangerschaft werden in weiteren Kapiteln beschrieben.