LIEGT´S AN DER FRAU?

Eine Sterilität bei der Frau kann nicht so ohne weiteres erkannt werden. Es ist ganz normal, dass es bis zu einem Jahr dauert, bis die Frau schwanger wird. Vor allem, wenn vorher empfängnisverhütende Mittel eingenommen wurden, kann eine Schwangerschaft etwas länger auf sich warten lassen.

Von einer „sterilen Partnerschaft“ spricht man erst, wenn die Frau nach einem Jahr noch nicht schwanger ist. Vorausgesetzt ist natürlich, dass es zu regelmäßigem, ungeschützten Geschlechtsverkehr kam. Dann sollte man sich an einen Gynäkologen wenden. Bis zu diesem Zeitraum gibt es allerdings noch keinen Grund, unruhig zu werden, denn weltweit dauert es bei etwa 16% aller Paare länger als ein Jahr, bis eine Schwangerschaft eintritt.

Endometriose und Unfruchtbarkeit?

Unfruchtbarkeit der Frau – Endometriose

Es gibt allerdings Krankheiten, die zu Symptomen führen. Dazu zählt die Endometriose, die zur Unfruchtbarkeit führen kann. Anzeichen dafür sind Krämpfe, sowie starke und lange Blutungen.während der Periode. Bei chronischen Schmerzen im Unterbauch sollte dringend ein Gynäkologe aufgesucht werden. Myomen lösen ähnliche Symptome aus. Diese verursachen Fehlgeburten und Zyklusstörungen. Unauffällig sind Zyklusstörungen, die durch Hormone bedingt sind.

So ist ein zuviel am Hormon Prolaktin häufige Ursache für Störungen des Zyklus. Dabei sind die Abstände zwischen den Monatsblutungen entweder zu lange, zu kurz oder die Blutung bleibt ganz aus.

Entdecken kann die Frau einen ausbleibenden Eisprung oder einen unregelmäßigen Zyklus, indem sie den Monatszyklus genau dokumentiert und beobachtet. Bei der natürlichen Familienplanung wird so eine Zykluskurve gerne angewandt.

Unfruchtbarkeit der Frau

Auch Infektionen können Auslöser sein

Auch Infektionen können die Fruchtbarkeit der Frau negativ beeinflussen. In den meisten Fällen ist diese Beeinträchtigung aber nur kurzfristig und sofern die Infektion behandelt wird, kann auch die Sterilität sofort wieder aufgehoben sein. Bei sexuell übertragbaren Krankheiten kann dies aber auch länger dauern. Wichtig ist deshalb, dass die Infektionen schnell behandelt werden, damit die Auswirkungen keine dauerhaften Schäden hervorrufen. Viele Infektionen weisen aber kaum Symptome auf.

Anzeichen für eine grundlegende Erkrankung sind Harnwegsinfektionen und Vaginale Infekte. Eine Vaginale Infektion kann durch Ausfluss von der Frau festgestellt werden. Hat dieser eine veränderte Farbe oder riecht ungewöhnlich, sollte sie dies dem Arzt mitteilen. Auch Schmerzen und Juckreiz können ein Hinweis auf Infektionen und Pilzerkrankungen sein.

Auch Schmerzen, die von der Frau als ungewöhnlich und beunruhigend gewertet werden, können ein Symptom sein. Dazu zählen auch Schmerzen beim Geschlechtsakt. Die Ursachen dafür können unterschiedlich sein: Vaginale Infekte oder Trockenheit, psychische oder sexuelle Probleme. Eine Dyspareunie kann unter Umständen ein Symptom für Myome oder Endometriose sein.

Unfruchtbarkeit der Frau – Die Diagnose

Ursachenforschung des Arztes

Um herauszufinden, was die Ursache für die Fruchtbarkeitsstörung bei der Frau ist, werden verschiedene Methoden angewandt. Manche sind langwierig und schmerzhaft. Durchgeführt werden die einzelnen Methoden nicht alle gleichzeitig. Vielmehr tasten sich die Ärzte langsam an die Ursache heran.

Zu Beginn wird der Arzt die Fortpflanzungsorgane abtasten. Dadurch können Entzündungen oder Veränderungen diagnostiziert werden. Auch eine Ultraschalluntersuchung ist üblich. Mit dieser ungefährlichen und schmerzlosen Methode können die inneren Organe untersucht werden. Ebenso sieht der Gynäkologe, ob die Gebärmutterschleimhaut verändert ist und wie sich die Eibläschen in den Eierstöcken entwickeln. Ebenso ist eine Hormonuntersuchung notwendig. Für die Befruchtung und den Zyklus sind verschiedene Hormone sehr wichtig. Bedeutsam für die Hormonwertuntersuchung ist der richtige Tag im Monatszyklus. Bereits durch das Anamnesegespräch kann der Arzt herausfinden, falls die Hormonwerte nicht im Normbereich liegen. Um herauszufinden, ob und was genau am Hormonstatus nicht stimmt, sind je Zyklus drei Blutuntersuchungen notwendig. Somit kann der Gynäkologe einen eventuell stattgefundenen Eisprung feststellen.

Frau Unfruchtbarkeit
Bei der ersten Ultraschalluntersuchung kann es Hinweise geben, dass die Eileiter nicht durchlässig sind. Für die weitere Diagnose kommen eine Bauchspiegelung, eine Hysterosalpingographie und eine Hysterosalpingokontrastsonographie zum Einsatz. Bei den beiden letzten Diagnosemethoden wird ein Kontrastmittel gespritzt, welches dann Anhand von Ultraschall, bzw. Röntgenaufnahmen erkennen lässt, ob die Eileiter durchgängig sind und ob andere Veränderungen an der Gebärmutter und an den Eierstöcken zu finden sind.

Diagnose: Eileiterverschluss

Keine Angst: Bei Ihrem Arzt sind Sie in guten Händen.

Erkennt der Arzt einen Eileiterverschluss, so wird er zur weiteren Diagnose eine Bauchspiegelung durchführen. Bei diesem Eingriff können Zysten, Endometriose und andere Veränderungen behandelt werden. Operiert wird unter Vollnarkose durch einen minimalen Schnitt an der Bauchdecke. Um Verwachsungen, Geschwülste, Fehlbildungen und Schleimhautveränderungen an der Gebärmutter festzustellen, wird eine Gebärmutterspiegelung vorgenommen. Da die Endometriose in manchen Fällen symptomlos verläuft, kann diese fast ausschließlich durch eine Bauchspiegelung diagnostiziert und behandelt werden.

Auch eine Veränderung des Gebärmutterhalsschleims kann dazu führen, dass ein Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Dieses Sekret soll es den Samenzellen erleichtern, die Gebärmutter und schließlich die Eizelle zu erreichen. Ist dieser Zervixschleim zu zäh oder nicht ausreichend, dann ist dies erschwert. Um herauszufinden, wie der Zervixschleim beschaffen ist und ob er die Befruchtung erschwert, wird ein Postkoitaltest gemacht.