CLOMIFENCITRAT

Clomifen ist ein Medikament, welches Frauen mit Fruchtbarkeitsproblemen verabreicht wird. Dieses Präparat wird bei unerfülltem Kinderwunsch am Häufigsten verwendet. Das synthetische Östrogen soll den monatlichen Eisprung herbeiführen.

Clomifen besteht hauptsächlich aus Clomifencitrat. Es handelt sich dabei um ein Antiöstrogenmedikament. Follikel stimulierende Hormone und luteinisierende Hormone werden stimuliert. Dadurch werden die Eierstöcke angeregt, Eizellen zu produzieren und reife Eizellen an die Eileiter abzugeben.

Das Medikament wird ab dem dritten Tag nach Beginn der Menstruation für etwa fünf eingenommen. Nach ungefähr fünf bis sechs Tagen ist der Eisprung. Um einen regelmäßigen Eisprung zu haben, muss die Einnahme durchschnittlich zwei Monate erfolgen. Oft sind drei bis sechs Zyklen mit Clomifen erforderlich, bis der erhoffte Erfolg eintritt. Bleibt eine Schwangerschaft aus, müssen andere Möglichkeiten bedacht werden.

Clomifen kann auch vor einer Fruchtbarkeitsbehandlung verschrieben werden, um die Produktion mehrerer Eizellen zu erreichen. Auch Männern mit schlechter Spermaqualität oder niedrigen Spermienmenge kann Clomifen helfen. Eine hormonelle Unausgeglichenheit kann durch das Medikament ausgeglichen werden.

Als Nebenwirkungen können beispielsweise Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Bauchschmerzen, Schlaflosigkeit. Reizbarkeit, Depression, Gewichtszunahme und Anschwellen der Eierstöcke auftreten. In seltenen Fällen kann die Einnahme von Clomifen zu Zysten an den Eierstöcken führen. Eine Studie zufolge ist die Fehlgeburtsquote mit 13 bis 25 Prozent ähnlich hoch wie bei Frauen, die Clomifen nicht eingenommen haben. Allerdings wird vermutet, dass der Antiöstrogeneffekt die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt erhöhen kann. Dafür fehlen aber wissenschaftliche Beweise. Die Möglichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft steigt durch die Behandlung mit Clomifen, da mehrere Eizellen heranreifen und freigesetzt werden können.

Die Chancen, dass ein Eisprung schon innerhalb der ersten drei Monate einsetzt, sind mit Clomifen sehr hoch und liegen bei über 70 Prozent. 15 bis 50 Prozent der Frauen werden Dank dieser Behandlung schwanger. Zur Erfolgsquote tragen aber auch weitere Faktoren bei: Geschlechtsverkehr zum richtigen Zeitpunkt, Körpergewicht, Alter und Spermienqualität.